Alexander-Maria-Wagner
Programmbeschreibung

Anif Kultur, Salzburg

Mit dem diesjährigen Komponistenportrait gibt die Kulturvereinigung Anif Einblick in das
vielseitige Werk des Komponisten Alexander Maria Wagner. In Alexander M. Wagners Musik
geraten klassische Sinfonik, experimentelle Kammermusik und operettenhafte Bühnenmusiken in
ein eigensinniges und spannungsreiches Verhältnis.
Wagner studierte Klavier und Komposition bei Franz Hummel und Theodor Breu. Nach seinem
Kompositionsstudium am Salzburger Mozarteum bei Tristan Murail und Reinhard Febel setzt er
seit September 2019 seine Studien am renommierten Royal College of Music in London fort.
Seine Orchesterwerke - Erste Sinfonie KRAFTWERK (2009) und Zweite Sinfonie (2016) - wurden
von der Bulgarischen Nationalphilharmonie und dem Radiosinfonieorchester Moskau für die Label
Oehms Classics und TYXart auf CD eingespielt.
Das Portrait legt den Fokus auf das kammermusikalische Werk des jungen Komponisten. Für das
Konzert versammelt Anif.Kultur Werke aus den vergangenen Jahren seines Schaffens.
Alexander Maria Wagner, der auch als Pianist große Erfolge feierte (u.a. Münchener Herkulessaal,
Gasteig München, Beethovenfest Bonn), wählte für das Portrait seinen jüngst entstandenen
Klavier-Zyklus Miniaturen über Mohn (Frühjahr 2020) aus: Dieser wird im Rahmen des Portraits zur
Uraufführung gebracht werden. Des Weiteren wird die Reihe der Instrumentalkompositionen durch
Fünf barocke Stücke für Oboe und die Auftakt-Variationen für Trio (Oboe, Violine, tiefe Stimme) -
beide 2016 in Salzburg uraufgeführt - ergänzt.
Seine Stücke für Sprecher und Sänger reichen von experimentellen Arrangements mit Elektronik
bis hin zu Chansons und Operettenmusiken. Die Texte ( Am Strand, Lied zur Kinderaufzucht,
Morgenrot ) seiner Komposition TRIPTYCHON für Sopran, Tenor und Bass mit Schlagwerk (2017,
Opernhaus Bari) stammen aus eigener Feder.
Gemeinsam mit der Librettistin Helen Brecht arbeitet Alexander M. Wagner seit Jahren eng
zusammen und entwickelte eine Reihe konzeptueller neuer Stücke, wie auch den Traum einer
Maschine (2018, UA Baden-Baden) für zwei sprechende Pianisten, Elektronik und Megaphon. An
diesem Abend erklingen, ebenfalls als Uraufführung, vier aus insgesamt Acht Chansons, welche
über das Jahr verteilt entstanden sind. Als Chansonette wird die Librettistin Helen Brecht selbst
auftreten.
In den letzen Jahren setze sich Alexander M. Wagner kompositorisch verstärkt mit
Bühnenmusiken auseinander. In der Operette Café Ringelspiel, die er zusammen mit dem
Komponisten Lukas Metzenbauer (nach gemeinsamen Libretto) schreibt, wird die Wiener Operette
in ein zeitgenössisches Musiktheater überführt. Aus Café Ringelspiel wurden Duette, Terzette und
ein Wiener Lied für Sänger sowie Tänze für Violine & Klavier arrangiert, welche in Anif 
ebenfalls zur Uraufführung gebracht werden. Vom Karussell der Operette verwirbelt, sinnieren 
und singen Heinrich, die Tödin und ihre Furien der Frage nach, wie man dem eigenen Sterben 
entgeht. Für den Abend wurden im Besonderen Interpreten und die beiden Librettistinnen eingeladen, 
mit denen er eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet.